Wir alle wissen, dass unsere Augen wichtig sind. Doch im hektischen Alltag vergessen wir oft, ihnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Zwischen Bildschirmarbeit, Stress und mangelndem Schlaf können unsere Augen leiden. Ich habe selbst über die Jahre gelernt, wie wertvoll präventive Maßnahmen sind und wie sich auch kleine Gewohnheiten positiv auswirken können. Es sind oft die unscheinbaren Dinge, die den Unterschied machen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihre Augen durch bestimmte Routinen Schaden nehmen könnten?
Die digitale Welt hat unseren Alltag revolutioniert, keine Frage. Aber sie hat auch neue Herausforderungen für unsere Augen geschaffen. Stundenlanges Starren auf Bildschirme, sei es am Computer, Tablet oder Smartphone, führt bei vielen Menschen zu trockenen, gereizten Augen und Kopfschmerzen. Das sogenannte “Computer Vision Syndrome” ist weit verbreitet. Auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind, unsere Augen leisten Schwerstarbeit. Die gute Nachricht ist: Wir können sie dabei unterstützen. Eine der effektivsten Methoden ist, den Blick bewusst in die Ferne schweifen zu lassen. Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas schauen, das mindestens 20 Fuß (etwa 6 Meter) entfernt ist – die 20-20-20-Regel ist einfach umzusetzen und kann die Belastung spürbar reduzieren. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal tief in Ihren Arbeitsbildschirm versunken sind. Aber das ist nur ein kleiner Baustein. Informieren Sie sich ruhig einmal über die Möglichkeiten, die eine gute Augenpflege bietet, zum Beispiel unter Augenarzt Bruennerat online.
Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz
Wie hell oder dunkel ist Ihr Arbeitsplatz? Eine zu grelle Beleuchtung kann blenden und die Augen ermüden. Umgekehrt zwingt zu wenig Licht die Augen zu unnötiger Anstrengung, um Details zu erkennen. Ideal ist eine Mischung aus natürlichem Tageslicht und indirekter Beleuchtung. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung auf den Bildschirm oder Ihre Augen. Eine Schreibtischlampe, die das Licht sanft streut, ist oft eine gute Wahl. Testen Sie, was für Sie am besten funktioniert. Es braucht manchmal ein wenig Experimentieren, bis man die optimale Einstellung gefunden hat.
Feuchtigkeit ist entscheidend
Trockene Luft, sei es durch Heizung im Winter oder Klimaanlage im Sommer, trocknet auch unsere Augen aus. Das Gefühl von Sandpapier in den Augen ist unangenehm und kann auf Dauer schädlich sein. Regelmäßiges Lüften der Räume hilft. Auch Luftbefeuchter können eine Wohltat sein, besonders in den Schlafzimmern. Wenn Sie viel Zeit in klimatisierten Büros verbringen, denken Sie daran, zwischendurch immer wieder bewusst zu blinzeln. Das verteilt die Tränenflüssigkeit und hält das Auge feucht.
Ernährung für gesunde Augen
Was wir essen, beeinflusst unseren ganzen Körper – und dazu gehören natürlich auch unsere Augen. Bestimmte Nährstoffe sind für die Augengesundheit besonders wichtig. Dazu gehören Vitamine A, C und E sowie die Mineralstoffe Zink und Selen. Omega-3-Fettsäuren spielen ebenfalls eine Rolle. Wo finden wir diese wichtigen Stoffe? In einer ausgewogenen Ernährung. Denken Sie an buntes Obst und Gemüse, Fisch, Nüsse und Vollkornprodukte. Ein Löffel Leinsamen über dem Müsli oder ein paar Mandeln als Snack können Wunder wirken.
Die Bedeutung von ausreichend Schlaf
Schlaf ist keine verlorene Zeit, sondern eine entscheidende Phase der Regeneration. Während wir schlafen, erholen sich auch unsere Augen. Schlafmangel kann zu müden, gereizten und sogar roten Augen führen. Versuchen Sie, eine regelmäßige Schlafroutine zu entwickeln und auf ausreichend Schlaf zu achten. Das ist oft einfacher gesagt als getan, aber die positiven Effekte sind unübersehbar. Achten Sie auf Ihren Körper – er wird es Ihnen danken.
Schutz vor schädlicher UV-Strahlung
Wir denken bei Sonnenschutz meist an die Haut. Aber auch unsere Augen sind empfindlich gegenüber UV-Strahlung. Langfristig kann übermäßige UV-Exposition das Risiko für Grauen Star und andere Augenerkrankungen erhöhen. Tragen Sie daher bei Sonnenschein immer eine Sonnenbrille, die zu 100 % vor UVA- und UVB-Strahlen schützt. Achten Sie auf die Kennzeichnung. Auch an bewölkten Tagen kann UV-Strahlung vorhanden sein, also ist Vorsicht besser als Nachsicht.
Augenübungen für zwischendurch
Neben der 20-20-20-Regel gibt es noch andere einfache Übungen, die die Augenmuskulatur entspannen und die Durchblutung fördern können. Diese sind besonders hilfreich, wenn Sie viel Zeit am Bildschirm verbringen. Probieren Sie doch einmal Folgendes:
- Schließen Sie Ihre Augen für einige Sekunden und entspannen Sie bewusst die Muskeln um die Augen.
- Reiben Sie Ihre Handflächen aneinander, bis sie warm sind, und legen Sie sie dann sanft über Ihre geschlossenen Augenlider, ohne Druck auszuüben.
- Drehen Sie Ihre Augäpfel langsam im Uhrzeigersinn und dann gegen den Uhrzeigersinn.
- Fixieren Sie einen Punkt in der Nähe und dann einen weiter entfernten Punkt abwechselnd.
- Massieren Sie sanft die Augenbrauen und die Schläfen.
Diese kleinen Pausen können den Unterschied machen. Wie integrieren Sie solche Pausen in Ihren Tag?